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Johanniskraut für Hunde: Ein natürlicher Weg zur Entspannung

Johanniskraut ist eine Heilpflanze, die schon seit Jahrhunderten in der Volksmedizin verwendet wird. Sie hat eine gelbe Blüte, die um die Sommersonnenwende herum blüht, und einen roten Saft, der aus den Blättern austritt, wenn man sie zerreibt. Daher wird sie auch als Blutkraut oder Tüpfelhartheu bezeichnet.



Bildquelle: Wikipedia



Johanniskraut hat viele positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus, aber wusstest du, dass es auch für Hunde geeignet ist? In diesem Beitrag erfährst du, wofür Johanniskraut angewendet werden kann, welche Vorteile es hat und worauf du achten solltest.


Warum Johanniskraut für Hunde?


Hunde sind sensible Tiere, die auf verschiedene Reize aus ihrer Umwelt reagieren. Manche Hunde sind von Natur aus eher ängstlich oder nervös, andere können durch bestimmte Situationen wie Gewitter, Feuerwerk, Tierarztbesuche oder Alleinsein gestresst werden. Stress und Angst können sich negativ auf das Wohlbefinden und die Gesundheit deines Hundes auswirken. Sie können zu Verhaltensproblemen wie Aggression, Zerstörungswut oder Unsauberkeit führen, aber auch zu körperlichen Beschwerden wie Magen-Darm-Problemen, Hauterkrankungen oder Herz-Kreislauf-Störungen.


Wie wirkt Johanniskraut bei meinem Hund?


Johanniskraut kann deinem Hund helfen, mit Stress und Angst besser umzugehen. Es wirkt beruhigend auf das Nervensystem und fördert die Ausschüttung von Serotonin, einem Botenstoff, der für gute Laune und Entspannung sorgt. Johanniskraut kann somit die Stimmung deines Hundes verbessern und ihm mehr Gelassenheit verleihen.

Neben der beruhigenden Wirkung hat Johanniskraut noch weitere Vorteile für Hunde. Es wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd und kann daher bei Gelenk- oder Muskelschmerzen eingesetzt werden. Es stärkt das Immunsystem und unterstützt die Wundheilung. Es hat außerdem eine antibakterielle und antivirale Wirkung und kann somit bei Infektionen der Atemwege oder der Harnwege helfen.


Wie wende ich Johanniskraut für Hunde an?


Johanniskraut gibt es in verschiedenen Darreichungsformen für Hunde. Du kannst es als Trockenextrakt in Form von Kapseln oder Tabletten kaufen, als Flüssigextrakt in Form von Tropfen oder als Pulver aus getrockneten Blättern oder Blüten. Du kannst auch frisches Johanniskraut sammeln oder anbauen und es deinem Hund direkt verfüttern oder einen Tee daraus zubereiten.

 

Die Dosierung von Johanniskraut hängt von verschiedenen Faktoren ab. Du solltest Johanniskraut immer mit dem Futter deines Hundes vermischen oder ihm direkt nach dem Fressen geben. So kannst du die Aufnahme des Wirkstoffs verbessern und Magenbeschwerden vermeiden.

 

Die Wirkung von Johanniskraut tritt nicht sofort ein, sondern erst nach einigen Tagen oder Wochen regelmäßiger Anwendung.


Worauf muss ich bei der Anwendung von Johanniskraut für Hunde achten?


Johanniskraut ist für Hunde in der Regel gut verträglich und hat wenige Nebenwirkungen. Dennoch solltest du einige Punkte beachten, bevor du es deinem Hund gibst.


  1. Konsultiere immer deinen Tierarzt, deinen Tierheilpraktiker oder deinen Phytotherapeuten, bevor du deinem Hund Johanniskraut gibst. Er kann dir die richtige Dosierung und Anwendungsdauer empfehlen und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ausschließen. Das ist besonders wichtig, wenn dein Hund unter chronischen Erkrankungen leidet oder regelmäßig Medikamente einnimmt.

  2. Achte auf die Qualität des Johanniskrauts. Kaufe nur Produkte, die speziell für Hunde geeignet sind und aus kontrolliertem Anbau stammen. Vermeide Produkte, die Zusatzstoffe wie Zucker, Alkohol oder Konservierungsmittel enthalten. Wenn du frisches Johanniskraut sammelst, achte darauf, dass es nicht mit Pestiziden oder Schwermetallen belastet ist.

  3. Beobachte deinen Hund auf mögliche Nebenwirkungen. Johanniskraut kann bei manchen Hunden zu Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit, Hautausschlag oder Lichtempfindlichkeit führen. Wenn du solche Symptome bei deinem Hund feststellst, solltest du die Anwendung von Johanniskraut sofort abbrechen und deinen Tierarzt kontaktieren.

  4. Setze Johanniskraut nicht abrupt ab, sondern reduziere die Dosierung langsam. Johanniskraut kann zu einem Gewöhnungseffekt führen, der bei einem plötzlichen Absetzen zu Entzugserscheinungen wie Unruhe, Angst oder Depression führen kann. Um das zu vermeiden, solltest du die Dosierung von Johanniskraut schrittweise verringern und deinem Hund eine sanfte Ausstiegsphase ermöglichen.


Fazit


Johanniskraut ist eine natürliche Möglichkeit, deinem Hund mehr Entspannung und Wohlbefinden zu schenken. Es kann bei Stress, Angst, Schmerzen oder Infektionen helfen und das Immunsystem stärken. Du solltest jedoch immer auf die richtige Dosierung, Qualität und Anwendung achten und dich von qualifizierten Ärzten oder Therapeuten beraten lassen. So kannst du sicherstellen, dass dein Hund von den Vorteilen von Johanniskraut profitiert und keine unerwünschten Nebenwirkungen erleidet.



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